Neue Betriebsform für Alterswohnungen in Birsfelden

An der Rüttihardstrasse in Birsfelden wird das Angebot des betreuten Alterswohnens neu organisiert. Acht Jahre nach Bezug der Überbauung passen Abendrot und die Stiftung zur Hard das Betriebsmodell an veränderte Rahmenbedingungen an – mit dem Ziel, das bewährte Konzept langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

 

Die Überbauung an der Rüttihardstrasse 4/6 umfasst zwei Wohnhäuser mit insgesamt 80 barrierefreien, altersgerechten Wohnungen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Kindertagesstätte, ein generationenübergreifendes Bewegungsangebot sowie gemeinschaftlich gestaltete Innen- und Aussenräume, die Begegnungen fördern.

Die Wohnungen mit 1 bis 3 Zimmer verfügen über grosszügige Eck-Loggien und bieten ein selbstständiges Wohnen mit hoher Lebensqualität.

 

Ausgangslage und Entwicklung

Die Grundlage für das Projekt wurde 2014 mit einem Investorenwettbewerb der Gemeinde Birsfelden und der Stiftung zur Hard gelegt, den Abendrot gewann. In enger Kooperation entstand eine Überbauung, die neue Wege im Alterswohnen ging: bezahlbare Mietwohnungen kombiniert mit optionalen Dienstleistungen.

Mit Bezug der beiden Bauetappen 2017 und 2019 war die Nachfrage gross. Das Modell unterschied sich bewusst von klassischen Altersresidenzen: die Mieterschaft bezahlt eine reguläre Miete und nutzt Dienstleistungen je nach Bedarf.

Bereits 2019 stellte sich jedoch eine Veränderung ein: Die Stiftung zur Hard konnte ihr Dienstleistungsangebot aus strategischen Gründen nicht mehr im ursprünglichen Umfang weiterführen. In den darauffolgenden Jahren blieb offen, ob und in welcher Form ein Ersatzangebot etabliert werden kann. Vor diesem Hintergrund und angesichts struktureller Veränderungen im Gesundheits- und Pflegebereich trat sie 2024 mit dem Wunsch nach einer Neuausrichtung des Betriebsmodells an Abendrot heran.

In partnerschaftlichen Gesprächen wurde eine Lösung erarbeitet, die sowohl den veränderten Anforderungen als auch den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt.

 

Das neue Betriebsmodell ab Juli 2026

Per 1. Juli 2026 übernimmt die Stiftung zur Hard die gesamte Liegenschaft im Rahmen eines Globalmietvertrags. Künftig schliesst sie direkt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Miet- und/oder Pensionsverträge ab.

Das Angebot bleibt in seiner Grundidee bestehen: selbstständiges Wohnen mit optionalen Dienstleistungen. Gleichzeitig wird es erweitert und richtet sich gezielt auch an Menschen mit höherem Unterstützungs- oder Pflegebedarf, die so länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Ergänzend sind gezielte Investitionen in den Wohnkomfort vorgesehen, etwa die Nachrüstung von Haltegriffen in den Bädern oder die Elektrifizierung der Balkonmarkisen.

 

Kontinuität im Konzept – Weiterentwicklung im Betrieb

Aus Sicht von Abendrot bleibt der Kern des Projekts unverändert: bezahlbarer Wohnraum im Alter, kombiniert mit bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten.

Die Anpassung betrifft in erster Linie die Betriebs- und Abrechnungsstruktur – und schafft eine tragfähige Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Standorts im sich wandelnden Umfeld der Altersversorgung.

 

Projektleitung Abendrot: Christian Geser

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