Nachhaltig investieren bedeutet für Abendrot weit mehr, als problematische Unternehmen auszuschliessen oder auf gute ESG-Ratings zu achten. Unser Anspruch ist höher: Wir möchten mit den Vorsorgegeldern unserer Versicherten einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten – und diesen Beitrag möglichst genau messen. Denn nur wenn wir verstehen, wie unsere Investitionen Wirkung entfalten, können wir unsere Anlagestrategie gezielt weiterentwickeln und ihre Wirkung kontinuierlich verbessern.
Schon seit längerem haben wir uns überlegt, wie wir für unsere Anlagen einen wirkungsorientierten Nachhaltigkeitsreport erstellen können. Doch genau hier beginnt die Herausforderung. Denn die Wirkung einer Anlage lässt sich nicht so einfach messen wie ihre Rendite.
Das bedeutet «Vorsorge mit Wirkung» für uns
Mit Wirkung meinen wir die Veränderungen, zu denen unsere Investitionen in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft beitragen. Entscheidend ist dabei die Frage: Welchen konkreten Beitrag leistet eine Investition – und entstehen dabei tatsächlich positive Veränderungen?
Ein Beispiel: Investiert Abendrot in einen Fonds, der Kleinbauernfamilien im globalen Süden Zugang zu Finanzierungen ermöglicht, kann dies ihre Lebensgrundlage verbessern. Die Familien erhalten Kapital, um nachhaltige Anbaumethoden einzuführen und ihre Erträge zu steigern. Die Wirkung entsteht jedoch nicht durch die Bereitstellung des Kapitals allein, sondern dadurch, dass die investierten Unternehmen und Projekte dieses Kapital zielgerichtet einsetzen. Eine Finanzierung kann auch unbeabsichtigte negative Folgen haben – etwa, wenn Kredite zu einer Überschuldung führen oder landwirtschaftliche Übernutzung die Böden langfristig schädigen. Doch wie lässt sich beurteilen, ob eine Investition tatsächlich die gewünschte Wirkung entfaltet?