Rendite, die bei den Versicherten ankommt

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert, dass die Pensionskassen ihre Versicherten stärker an den Anlageerträgen beteiligen. Ein Blick auf die Zahlen von Abendrot zeigt: Ein grosser Teil der Anlageerträge fliesst direkt in die Altersguthaben der Versicherten.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) beschliesst eine Offensive für höhere Renten aus der 2. Säule. Pensionskassen hätten zwischen 2020 und 2025 gute Renditen erzielt, gleichzeitig sei der Umwandlungssatz gesunken und Altersguthaben seien über Jahre hinweg zu tief verzinst worden. Der SGB fordert deshalb höhere Umwandlungssätze oder eine 13. Pensionskassenrente sowie einen BVG-Mindestzins von 3 Prozent.

Die Diskussion ist berechtigt: Wie stark profitieren Versicherte tatsächlich von den Anlageerträgen ihrer Pensionskasse? Denn eine gute Rendite allein sagt noch wenig darüber aus, was bei den Versicherten ankommt.

Bei Abendrot fällt die Bilanz deutlich aus: Zwischen 2020 und 2025 erzielte Abendrot eine kumulierte Rendite von 22,89 Prozent. Gleichzeitig wurden die Altersguthaben der Versicherten insgesamt mit 20,25 Prozent verzinst. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 3,67 Prozent und einer durchschnittlichen jährlichen Verzinsung der Altersguthaben von 3,38 Prozent.

 

Was Abendrot weitergegeben hat

Die Zahlen zeigen: Abendrot lässt ihre Versicherten im bestmöglichen Umfang an den erzielten Anlageergebnissen teilhaben. Die Differenz zwischen Rendite und Verzinsung der Altersguthaben wird für die Verzinsung der Rentenvermögen von 1,75 Prozent pro Jahr, die Finanzierung der daraus resultierenden Pensionierungsverluste sowie die laufende Reservenbildung infolge des Wachstums der Stiftung eingesetzt. Hinzu kommen notwendige Rückstellungen zur langfristigen finanziellen Stabilität.

Auch beim Umwandlungssatz verfolgt Abendrot einen vergleichsweise grosszügigen Ansatz, der ebenfalls finanziert werden muss. Er beträgt aktuell 5,6 Prozent und liegt damit deutlich über dem im SGB-Artikel genannten Durchschnitt der Pensionskassen von 5,26 Prozent.

Und auch die bereits pensionierten Versicherten wurden an den guten Anlageergebnissen beteiligt: Für das Jahr 2025 zahlte Abendrot eine freiwillige Zusatzrente aus.

 

Die entscheidende Frage ist die Verteilung

Die aktuelle Diskussion über höhere Renten zeigt, wie wichtig Transparenz bei der beruflichen Vorsorge ist. Eine hohe Rendite ist für sich allein noch kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist vielmehr, wie nachhaltig sie erzielt wird, wie solide die Pensionskasse finanziert ist – und wie die daraus entstehenden Erträge zwischen Versicherten, Rentnerinnen und Rentnern sowie der finanziellen Stabilität der Kasse verteilt werden.

Zahlen Abendrot 2020–2025


Kumulierte Rendite 22,89 %
Durchschnittliche Rendite pro Jahr* 3,67 %

Kumulierte Verzinsung der Altersguthaben 20,25 %
Durchschnittliche Verzinsung pro Jahr** 3,38 %

Umwandlungssatz 5,6 %

Zusatzrente 2025 freiwillig ausbezahlt
 

*Geometrischer Durchschnitt der jährlichen Renditen.
**Arithmetischer Durchschnitt der jährlichen Verzinsungen.

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