Draussen drückende Sommerhitze, drinnen etwas kühlere Temperaturen und eine erwartungsvolle Stimmung: Am 23. Juni versammelten sich rund 196 Delegierte, Gäste und Mitarbeitende in der Kulturkirche Paulus zur 42. Delegiertenversammlung der Stiftung Abendrot. Die Kirche bot den passenden Rahmen für einen Anlass zwischen Rückblick, Weichenstellungen und Abschied.
Verantwortung in bewegten Zeiten
Stiftungsratspräsident Markus Staub eröffnete die Versammlung mit nachdenklichen Worten zur aktuellen Weltlage. Er sprach über gesellschaftliche Polarisierung, die Macht sozialer Medien, die Zunahme der verletzenden Aussagen gegenüber Mitmenschen und über die Bedeutung von staatlichen und multinationalen Institutionen, die systematisch schlecht geredet werden. Gerade in unsicheren Zeiten sei es wichtig, sich für Menschenwürde, Zusammenhalt sowie ökologische und soziale Werte einzusetzen – Grundsätze, die auch das Handeln von Abendrot prägen.
Im Anschluss schlug Markus den Bogen zum Geschäftsjahr 2025. Dank einer erfreulichen Entwicklung konnte Abendrot den Versicherten im Jubiläumsjahr eine ausserordentliche Leistung zukommen lassen: Die Sparguthaben wurden mit 5,5 Prozent verzinst, zusätzlich erhielten die Rentenbeziehenden eine einmalige Zusatzrente. Gleichzeitig blickte er auf das Wachstum der Stiftung, die Umsetzung strategischer Projekte und den erfolgreichen Wechsel zu einer neuen Rückversicherungslösung zurück. Für Staub war die Delegiertenversammlung zugleich ein persönlicher Meilenstein: Nach 16 Jahren im Stiftungsrat nahm er zum letzten Mal als Stiftungsratsmitglied teil.
Stephan Bannwart, Mitglied der Geschäftsleitung, präsentierte anschliessend die wichtigsten Kennzahlen. Abendrot entwickelte sich auch 2025 erfreulich. Besonders anschaulich zeigte eine Grafik die Wirkung des langfristigen Investierens: Aus 100 Franken Einzahlung Ende 2015 wurden dank Zinseszinseffekt bis heute 151 Franken. Auch der Blick ins laufende Jahr fiel positiv aus: Per Ende Mai 2026 lag die Performance bei 3,0 Prozent, der Deckungsgrad bei soliden 117,4 Prozent.