Ein Ziel seit über 30 Jahren: Unseren Versicherten mit nachhaltigen Anlagen eine sichere Rente garantieren und zugleich einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen.

Bevorstehende Veranstaltungen

  • Delegiertenversammlung 2018:   20. September 2018

Vergangene Veranstaltungen

Delegiertenversammlung 2017, 21. September 2017

"Man kann etwas bewirken"

Wie funktionieren genau Umwandlungssatz und technischer Zinssatz? Was hat es mit den Pensionierungsverlusten an sich? Und was ist eine Schattenrechnung? Die Delegierten der Stiftung Abendrot müssten auf diese Fragen Antworten wissen, wurden sie doch an ihrer jährlichen Versammlung am Donnerstag 21. September 2017 im Basler kult.kino umfassend informiert.

Anpassung Umwandlungssatz
In ihrem Referat erläuterte Carolina Baumann, Versicherungsexpertin der Stiftung Abendrot, die Gründe für die schrittweise Senkung des Umwandlungssatzes bei der Stiftung Abendrot auf 6.0 Prozent. Die Geschäftsleitung von Abendrot mit Enza Bögli, Nicole Valet und Stephan Bannwart wiederholte derweil das Angebot, angeschlossenen Betrieben Vorschläge für Anpassungen bei den Vorsorgeplänen zu unterbreiten, mit welchen die Renten der Versicherten verbessert werden können.
Drei Tage vor der Ablehnung der nationalen Vorlagen waren auch die Volksabstimmungen über die Altersvorsorge 2020 ein Thema. Carolina Baumann und auch die Abendrot-Geschäftsführerin Enza Bögli machten deutlich, dass mit der Senkung des gesetzlichen Umwandlungssatzes die nicht vorgesehene Umverteilung von Versicherten zu Rentenbeziehenden in der zweiten Säule hätte reduziert werden können.

Cornelia Geiser neue Suppleantin

Vor dem Referat von Carolina Baumann hatten die rund 200 Delegierten dem Geschäftsbericht, der Jahresrechnung 2016 sowie dem neuen Verwaltungskostenschlüssel für das Jahr 2018 zugestimmt.
Die wieder antretenden Mitglieder des Stiftungsrats wurden in stiller Wahl bestätigt. Für die altershalber zurücktretende Katharina Stoll wurde als neue Arbeitnehmervertreterin die Ökonomin Cornelia Geiser gewählt. Katharina Stoll wie auch Cornelia Geiser sind beruflich in der Gruppenpraxis Paradies in Binningen tätig. Geiser tritt als Suppleantin in den Stiftungsrat ein, während die bisherige Suppleantin Vijitha Schniepper als ordentliches Mitglied nachrückt.

Das Abendrot-Buch
Mit Katharina Stoll verlässt eine Person den Stiftungsrat, die Abendrot fast seit der Gründung in verschiedenen Funktionen verbunden ist. Bereits in den 80er Jahren war sie Arbeitnehmervertreterin im Leistungsausschuss der Stiftung, später während insgesamt 13 Jahren Stiftungsrätin. Sie wurde entsprechend verdankt und ist auch Teil des neuen Abendrot-Buchs mit dem Titel «33 Jahre für die Zukunft». Die Publikation von Ruedi Suter wurde an der Delegiertenversammlung vorgestellt und kann ab sofort bei Abendrot bezogen werden.

Zwei Institutionen mit rotem Punkt
Den Abschluss der vielseitigen Delegiertenversammlung bestritt Dominique Biedermann, Präsident der Ethos Stiftung, mit welcher Abendrot traditionell und eng zusammenarbeitet – seit März 2017 neu auch im Rahmen der Bewirtschaftung des eigenen Einanlegerfonds, bei dem Abendrot auf die Nachhaltigkeitsratings von Ethos zurückgreifen kann.
Ähnlich wie Abendrot hat sich Ethos von einer engagierten Idee zu einer einflussreichen Institution entwickelt. Ethos setzt Massstäbe in Sachen nachhaltige Investitionen – gerade auch durch die Wahrnehmung von Aktionärsrechten in Zusammenarbeit mit Investoren wie Abendrot. „Man kann etwas bewirken“, stellte Biedermann nicht umsonst fest. 

Begrüssungsrede der Stiftungsratspräsidentin Simone Emmel (PDF)

Protokoll der Delegiertenversammlung 2017 (PDF)

Delegiertenversammlung 2016, 15. September 2016

Generationenwechsel bei der Stiftung Abendrot

Die 32. Delegiertenversammlung der Stiftung Abendrot stand ganz im Zeichen der Stabsübergabe der beiden Gründer/innen Eva Zumbrunn und Hans-Ulrich Strauffer an die neue Geschäftsleitung Enza Bögli, Nicole Cassan und Stephan Bannwart.  Stiftungspräsidentin Simone Emmel nahm dies vor den rund 200 Delegierten zum Anlass, die Strukturen von Abendrot zu rekapitulieren (Begrüssungsrede der Stiftungsratspräsidentin Simone Emmel, PDF). Sie betonte dabei, dass der Stiftungsrat neben der Überwachung der Verwaltungsstelle und der strategische Leitung zunehmend ins Tagesgeschäft involviert ist. Sie erinnerte die Delegierten daran, dass 2014 die beiden Ausschüsse Wertschriften und Immobilien etabliert und mit externen Fachleuten verstärkt worden sind. Zugleich habe Abendrot mit der eigenen Abendrot Immobilien AG die Bewirtschaftung der eigenen Immobilien übernommen. «Das Fazit ist sehr gut.»

Sie kam auf die Arbeit der einzelnen Ausschüsse zu sprechen. Dabei zollte sie dem Ausschuss Wertschriften Lob, weil er es bis heute geschafft hat, fast keine Negativzinsen zahlen zu müssen. Sie verwies darauf, dass der Ausschuss sich intensiv mit den Fragen der Nachhaltigkeit beschäftige und Ende Jahr ein Nachhaltigkeitsraster haben werde, mit dem die Anlageprodukte auf ihre Abendrot-Nachhaltigkeit bewertet werden können.

Die Bedeutung des Ausschusses Immobilien und der starken Gewichtung dieser Ablagekategorie belegte die Stiftungspräsidentin mit dem Börsenumfeld, in dem die Immobilien in Bezug auf die Performance eine wichtige Rolle spielen. 

Ein weiteres Thema ihrer Ansprache war das operative Verwaltungsmandat, das die Pico AG für die Stiftung Abendrot hat. Die Arbeit der Pico AG, die von Eva Zumbrunn und Hans-Ulrich Stauffer gegründet wurde, wird vergütet und es findet eine transparente, regelmässig überprüfte Abrechnung statt. « Wir konnten zudem erfreut feststellen, dass wir mit den Verwaltungskosten im untersten Drittel liegen.» Das ist, betonte sie, ihr Verdienst: «Sie haben massgebend dafür gesorgt, dass die Stiftung Abendrot heute so gut aufgestellt ist.»  Zudem hätten sie ihre Nachfolge von langer Hand und umsichtig geplant.

Statutarischer Teil
Im statutarischen Teil der Delegiertenversammlung berichteten Enza Bögli, Nicole Cassan über den Geschäftsgang im vergangenen Jahr (siehe Geschäftsbericht 2015) und über Ereignisse im laufenden Jahr.  Als wichtige Themen im Stiftungsrat bezeichneten sie die Diskussion über den Technischen Zinssatz, den Umwandlungssatz und die benötigte Sollrendite, die Evaluation der Suppleanten-Kandidaten/innen, die neue Maklerregelung und das Online-Meldewesen sowie die Sicherheit der Informatik.

Nach einem Seitenblick auf die aktuellen Arbeiten in den Ausschüssen und auf laufende Bauprojekte in Zürich, Birsfelden und Winterthur berichteten sie über die aktuellen Kennzahlen, unter denen der Deckungsgrad mit 106,3% per Ende Juni im aktuellen Börsenumfeld eine erfreuliche Leistung darstellt.

Unter dem Motto «Altbewährtes in neuer Frische» präsentierten sie das neue Erscheinungsbild der Stiftung Abendrot und boten einen kleinen Einblick, wie die Briefschaften und Dokumente sowie die neue Website aussehen werden.

Wahlen
In den Ersatzwahlen für den Stiftungsrat wurden Claudio Miozzari als Suppleant Arbeitgebende und Vijitha Schniepper als Suppleantin Arbeitnbehmende gewählt.

Verabschiedung
Die Delegierten kamen im Anschluss an den statutarischen Teil in den Genuss  eines Filmbeitrages «Bildli von früher», der die berufliche Arbeit und die ausserberuflichen Tätigkeiten von Eva Zumbrunn und Hans-Ulrich Stauffer in den letzten 32 Jahren informativ und humorvoll nachzeichnete (einsehbar unter  abendrot.ch/deutsch/filme.php). Bei der Verabschiedung kredenzten ihnen die Delegierten eine Standing Ovation. Ebenfalls verabschiedet wurde Stiftungsrat Istvan Akos, der in den letzten 20 Jahren die Kommunikations- und Marketingarbeit von Abendrot mitgeprägt hat.

Unter den Stichworten Motivation, Innovation und Glaubwürdigkeit fasste Hans-Ulrich Stauffer das kurz zusammen, was ihm und Eva Zumbrunn beim Auf- und Ausbau der Stiftung Abendrot wichtig war und was dazu geführt hat, dass die Stiftung Abendrot heute eine grosse Pensionskasse mit einer klaren ethischen, sozialen und ökologischen Ausrichtung ist.

Neue Mitglieder im Stiftungrat
Claudio Miozzari, einziger Kandidat als Suppleant Arbeitgebende für den Stiftungrat, wurde in stiller Wahl gewählt. Der 39-jährige Historiker ist Inhaber einer Kommunikationsagentur in Basel. Er ist im Rahmen zahlreicher Projekte für die interne und externe Kommunikation zuständig. Dabei geht es ihm immer darum, kulturelle und ökologische Inhalte und Angebote der Öffentlichkeit näherzubringen (www.miozzari.com). Im Stiftungsrat übernimmt er den Sitz und die Funktion von Istvan Akos, der altershalber zurückgetreten ist.

Als Suppleantin Arbeitnehmende wurde Vijitha Schniepper gewählt. Sie setzte sich damit gegen den Mitbewerber Etienne Chabloz durch. Die die 31-jährige Anwältin ist seit 2014 Leiterin der HEKS-Rechtsberatungsstellen für Asylsuchende und für sozial Benachteiligte in den Kantonen Aargau und Solothurn. Zu ihrer Motivation sagte sie: «Mein Interesse an Politik und Gesellschaft motiviert mich dazu, bei den Entwicklungen in der beruflichen Vorsorge und der Absicherung im Alter mitzureden und sie mit nachhaltigen Massnahmen mitzugestalten.»

Begrüssungsrede der Stiftungsratspräsidentin Simone Emmel, PDF

Protokoll der Delegiertenversammlung 2016

T 061 269 90 20
stiftung @ abendrot.ch

Stiftung Abendrot
Die nachhaltige Pensionskasse
Güterstrasse 133
Postfach
4002 Basel