Senkung Umwandlungssatz

«Transparenz» und «Solidarität» – das sind die Themen, die Abendrot dieses und letztes Jahr zum Jahresthema erkoren hat. Und genau diese zwei Begriffe spielen eine Rolle, wenn es um die Diskussion des Themas Rentenumwandlungssatz (UWS) geht.

Sagen wir es klar und deutlich – seien wir transparent: Die Rechnung mit den heutigen Umwandlungssätzen geht nicht auf, da wir immer länger leben und gleichzeitig die Zinserträge gesunken sind. 2018 war ein besonders schlechtes Anlagejahr. Die durchschnittliche Performance der Vorsorgeeinrichtungen lag bei ungefähr minus 3.0%. Mit negativen Erträgen lassen sich die zu leistenden Altersrenten nicht finanzieren. Die Lücke zwischen angespartem Altersguthaben und versprochener Rente wird jedes Jahr durch die Umverteilung von den Erwerbstätigen zu den Rentenbeziehenden finanziert. Die Oberaufsichtskommission (OAK) spricht von rund 7 Milliarden Franken jährlich, die schweizweit umgeschichtet werden. Bei der Stiftung Abendrot waren es 2018 rund 9 Millionen Franken.

Hier kommt die Solidarität ins Spiel. Eine Umverteilung von Erwerbstätigen zu Rentenbeziehenden ist in der zweiten Säule weder gewünscht noch sinnvoll – sie ist eben NICHT solidarisch. Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, beschloss der Stiftungsrat nach eingehenden und emotionalen Diskussionen eine weitere Senkung des UWS von 6% auf 5.6%. Für Neuanschlüsse gilt ab 01.01.2020 der UWS von 5.6%. Die Versicherten von bereits angeschlossenen Arbeitgebenden profitieren von einer Übergangsregelung bis ins Jahr 2026 (die Details finden Sie hier).

Die erneute Senkung des Rentenumwandlungssatzes führt leider zu tieferen Renten. Um hier Gegensteuer zu geben, hat der Stiftungsrat beschlossen, einen Teil der Rückstellungen, die auf Grund der Senkung des Umwandlungssatzes nicht mehr benötigt werden, an diejenigen versicherten Personen zu verteilen, die den überhöhten UWS in der Vergangenheit mitfinanziert haben (Details dazu finden Sie hier). 

Um die Reduktion der zukünftigen Renten zu mildern, empfehlen wir unseren angeschlossenen Betrieben, Anpassungen am Vorsorgeplan vorzunehmen. Wir beraten interessierte Betriebe gerne und helfen bei der Suche nach einer individuell geeigneten Lösung.

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