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Alternative Energie: Kleinwasserkraftwerk Juramill
Wichtiges in Kürze: - Anlageobjekt: Kleinwasserkraftwerk an der Birs bei Laufen
- Anlageform: Hypothek
- Investiertes Kapital: 2,7 Millionen Franken
- Rendite: banküblicher Zinssatz ohne Gewerbezuschlag
- Anlagedauer: 40 Jahre
Die Liestaler ADEV Wasserkraftwerk AG baute mit Geldern der Stiftung Abendrot in Laufen ein neues Kleinwasserkraftwerk. Seit April 1997 liefert es Strom für 500 Haushalte. «Alle reden davon, dass die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt werden sollte. Doch es fehlt an zukunftsweisenden Rahmenbedingungen», stellte Nationalrat Rudolf Rechsteiner in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratspräsident der ADEV Wasserkraftwerk AG anlässlich der Grundsteinlegung für das Kleinwasserkraftwerk Juramill in Laufen fest. «Heute muss in diese Lücke das private Engagement von privaten Initiatoren treten.» Strom für 500 Haushalte; Die ADEV Kleinwasserkraftwerk AG, eine Tochtergesellschaft der Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgung (ADEV) in Liestal, ist eine solche Initiative. Getragen von 117 Kleinaktionären mit einem Aktienkapital von 676'000 Franken, realisierte sie mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Franken das Kleinwasserkraftwerk Juramill in Laufen BL. Dieses Kraftwerk, das mit seiner Jahresleistung von 1,7 Millionen kWh seit April 1997 Strom für rund 500 Haushalte produziert, ersetzt das ehemalige Kanalkraftwerk, dessen Konzession 1988 abgelaufen war. Da von der Öffentlichen Hand die erneuerbaren Energien nur minimal gefördert werden und die Bernischen Kraftwerke AG bloss 16 Rappen pro eingespeiste Kilowattstunde vergüten, ist Juramill mit seinen Gestehungskosten von 20 Rappen pro kWh nur deshalb konkurrenzfähig, weil die privaten Investoren in den ersten Jahren auf die übliche Rendite verzichten. Das Kraftwerk liegt linksufrig, das Triebwasser wird der Birs oberhalb der bestehenden und erneuerten Wehranlage entnommen, durch die Turbine geleitet und unmittelbar unterhalb der Stauung wieder zurückgegeben. Eine Fischtreppe sorgt für eine freie Fischwanderung. Vollautomatischer Betrieb Das Kleinwasserkraftwerk Juramill ist nach dem neusten Stand der Technik errichtet. Es wird vollautomatisiert betrieben und mit einem Fernüberwachungssystem von der Zentrale in Liestal aus gesteuert und überwacht. Einzig die Schwemmgutentsorgung verlangt gemäss Auskunft von ADeV-Geschäftsführer Eric Nussbaumer eine aufwendige und kostenintensive Betreuung vor Ort. Hauptgeldgeber von Juramill ist die Stiftung Abendrot, deren Anlagepolitik klaren sozialen, ethischen und ökologischen Richtlinien genügen muss. Entstanden zur Zeit der Volksbewegung gegen das Atomkraftwerk Kaiseraugst, war für die Initianten von Abendrot klar, dass sie ihr Altersgeld nicht in Atomanlagen angelegt haben wollten. Stiftungsrat Stauffer: «So ist es nur folgerichtig, dass wir uns jetzt auch für die ökologisch sinnvolle Energieproduktion engagieren.» einige typische Merkmale von Juramill Schlauchwehr: Ein luftgefüllter Schlauch mit einer Breite von 13,3 m und einem Durchmesser von 2,1 m dient als Sperre für die Birs. In Notfällen kann die Luft abgelassen werden, so dass eine grosse Wassermenge die Wehranlage passieren kann. Fischaufstieg: Das Kraftwerk trägt dem Umwelt- und Landschaftsschutz Rechnung. Ein neu angelegter Fischbach ermöglicht an dieser Wehrschwelle den Fischaufstieg. Riemenantrieb: Die Kraftübertragung von der Turbine auf den Generator erfolgt mit einem lederbeschichteten Riemen. Dies erscheint im ersten Moment altertümlich, ist aber gerade für diese Anlagengrösse eine geeignete Antriebslösung. Gebäude: Bei der Ausgestaltung der Anlage wurde versucht, die Gebäulichkeiten so tief wie möglich zu halten, damit sie in die Landschaft eingebettet sind.
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