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Abendrot am Kauf von Franz-Carl-Weber-Dreamland in Zürich beteiligt
Die Leuchtreklame der Franz Carl Weber AG, das «Gampiross», war auf dem Dach des Hauses gut sichtbar, bis es vom Sturm Lothar heruntergeholt wurde. Das Symbol des Spielwarenhändlers ist nicht mehr da, wie auch die Spielwaren bereits vor zehn Jahren anderswo eingelagert wurden. Seither wird ein Grossteil der Liegen-schaft durch verschiedene Gewerbebetriebe genutzt. Das sechsstöckige Haus an der Hermetschloostrasse 70 mit einer Bruttofläche von insgesamt 13000 Quadratmetern wurde 1954 als Lager- und Bürohaus für die Franz Carl Weber AG gebaut. 1971 kam noch ein dreistöckiger Rampen- und Lagerbau dazu. Ein Betonständerbau mit vorgehäng-ter Fassade, erbaut vom Züricher Architekten Rudolf Kuhn, war damals eine äusserst innovative Konstruktion für einen solchen Zweckbau. er gilt heute als schützenswerter Industriebau. Nach jahrelanger Nutzung durch die Franz Carl Weber AG stand die Liegenschaft nach der Übernahme des Spielwarenhändlers durch die Denner AG mehr als fünf Jahre leer oder wurde nur zeit- und teilweise genutzt. In dieser Zeit litt der Innenausbau beträchtlich. In gutem Zustand zeigt sich die eigentliche Bausubstanz. Vor allem die Infrastruktur wie elektrische Anlagen, Aufzüge und sanitäre Einrichtungen müssten in einem ersten Schritt saniert werden. Eine zweite, grössere Bauetappe wird die Sanierung der vorgehängten Fassade zusammen mit der Erneuerung der Fenster sowie die energetische Sanierung des Gebäudes umfassen. Heute besteht eine Mietergemeinschaft zur Nutzung des Gewerbeshauses mit 29 Mitglie-dern, davon 6 Firmen und Einzelunternehmen. Die juristische Form ist die einer Genossenschaft mit dem Namen «Gleis 70». Diese tritt als Hauptmieterin auf. Nebst Handwerksbetrie-ben (Schlosserei, Dekorbau, Siebdrucke-rei, Schreinerei etc.) sind gestalterisch und künstlerisch Arbeitende, Dienst-leister vor allem im Medien- und Eventbereich eingemietet. Hinzu kommt eine Kantine mit grossartigem Blick über die Stadt. Im vergangenen Jahr hat die Besitzerin der Liegenschaft überraschend wissen lassen, dass sie das Objekt verkaufen möchte. Die Genossenschaft ist daraufhin umgehend in Verkaufsverhandlungen mit der Denner AG getreten und hat sich gleich-zeitig auf die Suche nach Investoren gemacht, da sie kaum in der Lage war, innert kurzer Zeit die nötigen Mittel aufzutreiben. Mit Erfolg: Zusammen mit der Stiftung Abendrot und der Pensions-kasse NEST kam es dann Ende 2002 zum Kauf. Zusätzliche Gelder werden für die Sanierungsarbeiten nötig sein. Für die Stiftung Abendrot, die mit 40 Prozent der kaufsumme beteiligt ist, stellt der Kauf eine gute Anlage im Bereich Geschäftsliegen-schaften dar mit den für diesen Bereich üblichen Erträgen. Positiv ist auch, dass sich die Liegenschaft nicht im Raum Basel, sondern in Zürich befindet.
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